Verfahrensordnung zu Hinweisen und Beschwerden
Über den Punkt „Hinweis“ können Sie auswählen, welcher Art Ihre
Beschwerde ist.
Hier können Sie uns die folgenden Hinweise/Beschwerden mitteilen:
1) Menschenrechtsverletzungen
2) Umweltverstöße
3) Beschwerden in Bezug auf das Arbeitsverhältnis
4) Hinweise
Die Punkte 1 und 2 (Menschenrechtsverletzungen und
Umweltverstöße) beziehen sich auf Verstöße gemäß dem Gesetz über die
unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von
Menschenrechtsverletzungen in
Lieferketten (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz LkSG) und werden durch
unseren Menschenrechtsbeauftragten bearbeitet. Diese
Beschwerdemöglichkeit bezieht sich auf die gesamte Lieferkette, d.h. auch
auf unsere Zulieferer. Die Beschwerdemöglichkeit steht jeder Person oder
Organisation offen, die sachdienliche Informationen zu den benannten
Verstößen hat.
Unter Punkt 3 (Beschwerde in Bezug auf das Arbeitsverhältnis) können Sie
sich über Ihre Arbeitsumstände beschweren, wenn Sie bei unserem
Unternehmen beschäftigt sind oder waren. Diese Beschwerde wird durch
unsere Personalabteilung bearbeitet.
Punkt 4 bezieht sich auf Hinweise gemäß dem Gesetz für einen besseren
Schutz hinweisgebender Personen (Hinweisgeberschutzgesetz
HinSchG) und werden durch unsere interne Meldestelle bearbeitet. Die
Beschwerdemöglichkeit steht jeder Person offen, die bei unserem
Unternehmen beschäftigt ist oder für uns als Leiharbeiter tätig ist und über
sachdienliche Informationen zu Verstößen gemäß HinSchG verfügt.
Anonymität
Sie können Ihre Beschwerden selbstverständlich vollkommen anonym
einreichen. Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir in diesem Fall keine
Eingangsbestätigung vornehmen können. Auch werden Sie keinen
Abschlussbericht erhalten.
Wir garantieren Ihnen aber für den Fall, dass Sie bereit sind, uns Ihre
Kontaktdaten mitzuteilen, dass Ihre Eingabe vertraulich behandelt wird und
Ihnen keinerlei Nachteile dadurch entstehen werden.
Die Vorteile der Mitteilung von Kontaktdaten liegen im Erhalt einer
Eingangsbestätigung, der Möglichkeit von Rückfragen unsererseits zu
wichtigen Details und dem Erhalt eines Abschlussberichts zum Verfahren.
Anforderungen an Hinweise/Beschwerden:
Beschreiben Sie den Vorfall/den Verstoß möglichst exakt:
Was genau ist passiert?
Benennen Sie verantwortliche Personen:
Wer hat den Verstoß begangen bzw. den Vorfall ausgelöst?
Nennen Sie uns konkret Zeit und Ort des Verstoßes oder Vorfalls:
Wann genau und wo genau ist der Vorfall/der Verstoß eingetreten?
Falls noch weitere Personen davon betroffen sind, nennen Sie uns die
beteiligten/betroffenen Personen, dies können wichtige Zeugen sein:
Wer war noch betroffen?
Wer hat den Vorfall gesehen, gehört oder beobachtet?
Legen Sie uns nach Möglichkeit Beweismittel vor, die das Fehlverhalten
der Person/en belegen
Z.B. Fotos, Zeugenaussagen, Arztberichte etc.
Teilen Sie uns Ihre Kontaktdaten für Rückfragen mit.
Bearbeitung der Hinweise/Beschwerden:
1. Eingang der Meldung
Der Eingang der Meldung wird Ihnen spätestens innerhalb von sieben
Werktagen bestätigt. In der Bestätigung können bereits
mögliche Rückfragen zum Sachverhalt enthalten sein. Der hinweisgebenden
Person wird die Möglichkeit zu einem Austausch geboten, in der auch
weitere Fragen geklärt werden können.
2. Prüfung des Hinweises
Der Hinweis wird intern von den verantwortlichen
Ansprechpartnern geprüft. Zu den geschilderten Umständen
werden Ermittlungen durchgeführt. Solange ein Rechtsverstoß nicht
bestätigt werden kann, gilt die Unschuldsvermutung gegenüber
der verantwortlichen Person. Wir legen weiter Wert auf
einen fairen Umgang, sowohl mit Hinweisgebern, als auch mit den
betroffenen Personen. Bei den Ermittlungen bemühen wir uns
stets darum, Verhältnismäßigkeit zu wahren.
3. Abschluss der Ermittlungen
Als Ergebnis der Ermittlungen werden bei Bedarf Präventions- oder auch
Abhilfemaßnahmen eingeleitet.
4. Abschlussbericht
Nach Abschluss der Ermittlungen, spätestens jedoch nach drei Monaten,
wird ein Abschlussbericht erstellt, der den betroffenen Personen und dem
Hinweisgeber übermittelt wird.
5. Einstellung der Bearbeitung einer Beschwerde/eines Hinweises
Wird der gemeldete Vorfall oder Verstoß durch unsere Ermittlungen nicht
bestätigt, werden die Gründe für die Einstellung der Bearbeitung der
Beschwerde der hinweisgebenden Person mitgeteilt. Gründe dafür können
sein, dass Meldungen wissentlich falsch sind oder nicht genügend
Informationen für einen begründeten Verdacht vorliegen.